Eine homöopathische Behandlung ist eine individuelle Therapie, die in der Regel nach den Vorgaben der Klassischen Homöopathie nach Hahnemann [1] erfolgt und folgendermassen definiert werden kann:
Klassische Homöopathie ist eine seit 200 Jahren angewandte medizinische Behandlungsmethode, bei der den Patienten aufgrund der Gesamtheit der charakteristischen Symptome potenzierte Einzelmittel verabreicht werden mit dem Ziel, die natürliche Selbstheilungskraft des Organismus anzuregen und zu unterstützen. Die Wahl des individuellen homöopathischen Arzneimittels erfolgt nach der Ähnlichkeitsregel.
Die nach Entfernung einer allfälligen behebbaren Ursache verbleibenden Beschwerden, das heisst alle Abweichungen vom gesunden Zustand, die der Patient selber wahrnimmt oder die die Umstehenden und der Arzt an ihm wahrnehmen und beobachten, sind Ausdruck einer Störung und Schwächung der so genannten Lebenskraft. Diese Symptome bezeichnet man als die Gesamtheit der charakteristischen Symptome eines Patienten. Diese Symptome umfassen nicht nur die Krankheit/Diagnose nach den Kriterien der konventionellen Medizin, sondern alle Veränderungen der körperlichen, psychischen und emotionalen Ebenen.
Die Ähnlichkeitsregel besagt, dass dem Patienten dasjenige homöopathische Arzneimittel verabreicht werden soll, das seinem Zustand am ähnlichsten ist.
In der Klassischen Homöopathie werden vorwiegend Einzelmittel verschrieben. Mischpräparate aus verschiedenen Einzelmitteln (Komplexmittel) werden nicht verwendet.
1 Hahnemann, S: Organon 6 der Heilkunst. Verlag Peter Irl, Buchendorf 2007